Neues von unserem Tuchhersteller: Carbon-Laminate jetzt in edlem Schwarz

Neues von unserem Tuchhersteller: Carbon-Laminate jetzt in edlem Schwarz

Ab sofort gibt es unsere Laminate mit Carbonfasern, Carbon Sport LS und GPL LS, nur noch in schwarz!

Veränderungen

Unser langjähriger Partner und Tuchhersteller des Vertrauens hat zur aktuellen Saison sein Sortiment im Bereich hochwertiger Carbon-Laminatsegel überarbeitet. Bislang waren die bewährten Tuchqualitäten Carbon Sport LS und GPL LS ausschließlich in Grau erhältlich – eine Farbgebung, die sich in den vergangenen Jahren sowohl technisch als auch optisch bestens bewährt hat. Doch der Markt entwickelt sich weiter – und mit ihm die Wünsche der Seglerinnen und Segler.
Ab sofort ist das graue Laminat nicht mehr erhältlich. Stattdessen bietet Dimension Polyant – und damit auch wir – die beiden Laminate nun in einem eleganten Schwarz an. Der neue Markenname lautet ONYX. Wie bereits beim DCX setzt Dimension Polyant auch hier auf eine mattschwarze Taffettaschicht, die für eine moderne, dezente Optik sorgt.
Die technischen Eigenschaften bleiben dabei unverändert auf höchstem Niveau: Hervorragende Haltbarkeit, exzellente Formstabilität und sehr gute Segeleigenschaften zeichnen weiterhin die gesamte Produktreihe aus – inklusive der reinen Film/Film-Race-Variante. Neu im Sortiment ist außerdem eine schwarze Doppeltaft-Version, die speziell für größere Yachten und Mehrrumpfboote konzipiert wurde. Diese verbindet hohe Langlebigkeit mit leistungsstarken Regattaeigenschaften – eine Innovation für alle, die beides suchen.
Die Kombination aus Technora® Black und Carbonfasern vereint das Beste, was moderne Fasertechnologie zu bieten hat – in Verbindung mit einer fortschrittlichen Laminattechnologie. So deckt das GPL-Programm von Dimension Polyant nahezu die gesamte Bandbreite im Yachtsegelbau ab.

Der Vergleich

Beide Varianten – GPL LS und Carbon Sport LS – verfügen über die bewährte Lite Skin®-Oberfläche, die für hohe Abriebfestigkeit sowie ein modernes, mattes Finish steht.
• GPL LS basiert auf einer Kombination aus Technora®- und Carbonfasern. Es ist das High-End-Laminat für maximale Formtreue und richtet sich an ambitionierte Regattasegler und leistungsorientierte Cruiser.
• Carbon Sport LS kombiniert Carbon-Inlays mit einem Polyester-Scrim und bietet eine wirtschaftlich attraktive Alternative – mit solider Performance. Besonders interessant: Die neue Variante Carbon Sport Black ist leichter und vollständig blickdicht, bei nahezu identischer Dehnungsfestigkeit.
Während GPL LS mit höherer Stabilität und Langlebigkeit punktet, überzeugt Carbon Sport LS vor allem durch sein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Unsere Empfehlung:
Für Kunden mit höchsten Ansprüchen und langfristiger Nutzung ist GPL LS die erste Wahl. Wer ein sportliches Projekt mit begrenztem Budget verfolgt, findet mit Carbon Sport LS eine sehr gute Alternative.
Beide Varianten sind ab sofort bei uns in der Segelwerkstatt Stade erhältlich.

Betriebsferien

Betriebsferien

Wir wollen auch aufs Wasser!

In der vergangenen Woche standen bei uns vor allem letzte Reparaturaufträge und Vorbereitungen für die anstehenden Betriebsferien im Fokus. Mehrere Segelreparaturen sowie Neuanfertigungen konnten planmäßig abgeschlossen werden. Auch einige Kundenaufträge für den Herbst wurden bereits besprochen und terminiert.

Wir freuen uns über die durchweg positive Resonanz auf unsere Arbeit in den letzten Wochen – besonders vor Beginn der Sommerpause. Ein großes Dankeschön an unsere Kundinnen und Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen!

Betriebsferien in KW 31 & 32
Die Segelwerkstatt Stade macht vom 28.07. bis 10.08.2025 (Kalenderwochen 31 und 32) Betriebsferien. In dieser Zeit bleibt die Werkstatt geschlossen.

Ab Montag, den 11.08.2025 (KW 33), sind wir mit einer kleinen Crew wieder für Sie im Einsatz – bei reduziertem Betrieb, aber wie immer mit vollem Einsatz.

Wir wünschen allen eine erholsame Sommerzeit und freuen uns auf ein Wiedersehen im August!

Wissam soll bleiben

Wissam soll bleiben

Trotz unbefristetem Arbeitsvertrag soll Wissam abgeschoben werden. Wir finden das mehr als bedenklich und stehen zu 100% in hinter Wissam. Wissam hat sich in Deutschland optimal integriert, geht gerne zur Arbeit, ist freundlich und bezahlt seine Steuern. Und jetzt soll er abgeschoben werden.

Link zur Petition

Am 02.07.2025 wurde Wissams Leben unerwartet auf den Kopf gestellt.

Als er nach seiner Arbeit in der Segelwerkstatt Stade nach Hause kam, zog er einen Umschlag von der Ausländerbehörde aus dem Briefkasten.
Sein Asylverfahren wurde abgelehnt – er soll binnen 30 Tagen das Land verlassen, sonst drohen Abschiebehaft und gewaltsame Abschiebung.
Und das trotz eines unbefristeten Arbeitsvertrags!

Wir wollen, das Wissam hier bleibt!
Es kann nicht sein, dass Menschen aus ihrem Leben gerissen werden, die sich, wie die Politik es fordert, integrieren und einbringen.
Er hat eine Vollzeitstelle, ist ehrenamtlich tätig, hat seine eigene Wohnung und kann mit seinem eigenst verdienten Geld bestimmen, für was er es ausgibt.
Im Moment leider hauptsächlich für den Anwalt.
Im Libanon fällt all das für ihn weg!

Und der deutsche Staat möchte lieber Geld verschwenden, um ihn abzuschieben, anstatt Geld durch seine Lohnsteuer zu verdienen!

Wir fordern daher Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, die Härtefallkommission Niedersachsen, Innenministerin Daniela Behrens in Niedersachsen und Herrn Wellm von der Ausländerbehörde Stade dazu auf, diese Abschiebung zu stoppen!
Es gibt keinen adäquaten Grund dafür, das Wissam das Land verlassen soll.
Sein Engagement zeigt, dass er Teil dieser Gesellschaft sein möchte, sich integriert hat und fehlen würde, wenn er nun gehen müsste.

Ein faires System sieht anders aus!

Wissam kommt aus dem Libanon. Er ist dort mit Krieg und Konflikten aufgewachsen. Kein Strom, Lebensmittelknappheit und ständige Ungewissheit.
Seine Familie ist christlich geprägt und Wissam lebt seinen Glauben.
Im Libanon gehört er damit zu einer Minderheit, die ständiger Bedrohung durch die Hisbollah ausgesetzt ist.

Als er nach Deutschland gekommen ist, hat er begonnen sich ehrenamtlich in einer Kirche zu engagieren – er durfte schließlich sonst nicht arbeiten, um sich in der Gesellschaft einzubringen.
Auch mit Deutschkursen hat er so schnell wie möglich begonnen. Obwohl er auch fließend Englisch spricht, ist es ihm von Beginn an wichtig, verstanden zu werden und Teil der Gesellschaft zu sein.

Wissam betont immer wieder: You are in heaven!
Das Leben im Libanon ist ein anderes.
Er ist ein genügsamer Mensch, da es im Libanon nicht all das gibt, was wir hier in Deutschland haben.
Er ist dankbar, dass er hier Leben darf und möchte einfach nur in Frieden hier bleiben.
Er ist als Christ geboren – im Libanon eine Minderheit, in Deutschland gehört er zu vielen.

Wir von der Segelwerkstatt Stade stehen zu 100% hinter Wissam, denn er ist ein geschätzter Kollege, den wir nicht verlieren möchten.

Er scheut sich nicht davor neues zu lernen, z.B. den Umgang mit der Nähmaschine haben wir ihm beigebracht.
Wissam bringt Ruhe mit in unsere Werkstatt. Er ist ein fröhlicher und humorvoller Mensch mit einem überaus herzlichen Lächeln.

Als kleiner Handwerksbetrieb ist es immer schwierig, wenn plötzlich ein Teil des Teams weg bricht, und in diesem Fall wäre es ein tragischer, emotionaler und moralischer Verlust.

Es würde uns zeigen, dass es in Deutschland keinen Wert hat, sich in der Gesellschaft einzubringen genau an den Stellen, wo es auch nötig ist.

Kaum einer möchte noch im Handwerk arbeiten, es ist schwierig, Menschen für diese Arbeit zu motivieren.
Aber Wissam ist gekommen und geblieben. So wie er bei uns bleiben möchte, möchte er auch in Deutschland bleiben.

Es wird ein Teil fehlen, würde er jetzt gehen müssen.

Also bitte unterstützt und teilt unsere Petition, damit wir Druck auf die Entscheidungsträger*innen machen können.

Es ist wichtig für Menschen einzustehen.
Für mehr sozialen Zusammenhalt!
Für soziale Gerechtigkeit!
Für ein heterogenes Deutschland!
Für das Recht auf Leben!

Neuigkeiten aus Stade

Neuigkeiten aus Stade

Der Sommer kommt – wir genießen die letzten Projekte in der Halle und freuen uns auf viele Wasserstunden in den Betriebsferien.

Aktuelle Projekte

In den vergangenen Wochen herrschte in unserer Segelwerkstatt Stade geschäftiges Treiben – die Segelmaschinen liefen auf Hochtouren, die Segelbahnen wurden mit Präzision und Leidenschaft verarbeitet, und unser Team arbeitete mit vollem Einsatz daran, alle Projekte rechtzeitig vor den anstehenden Betriebsferien fertigzustellen.
Ein besonderes Highlight dieser arbeitsintensiven Zeit ist ein außergewöhnlich spannendes Projekt, das aktuell unsere Werkstatthalle mit viel Arbeit erfüllt: der Bau eines kompletten Segelsatzes für eine elegante J/V 43. Es handelt sich um einen hochmodernen Neubau, für den wir ein beeindruckendes Segelpaket realisieren dürfen. Dazu gehören ein Großsegel mit markantem Fat Head, eine SW-Fock, eine Genua 3 – alle drei Segel gefertigt aus hochwertiger Carbon-GPL-Folie – sowie zwei Gennaker, ein leistungsstarker Code Zero und zwei robuste Sturmsegel. In der kommenden Woche werden diese Segel ins Mittelmeer ausgeliefert, wo das Schiff seine Jungfernfahrt unternehmen wird. Klaas begleitet dieses Projekt mit großer Begeisterung – und sobald erste Bilder der Segel in Aktion vorliegen, werden wir natürlich ausführlich darüber berichten.

Was passiert im Sommer?

Parallel zu diesem Großprojekt erfreuen wir uns über stetig wachsendes Interesse an unseren Segeln für Langfahrt- und Performance-Cruiser. Die ersten Aufträge für den Herbst sind bereits in der Planung, und wir freuen uns sehr auf viele weitere spannende Projekte, die uns in der zweiten Jahreshälfte erwarten.

Doch bevor wir in die kommende Saison starten, steht erst einmal unser wohlverdienter Betriebsurlaub an. Dieser gibt unserem gesamten Team die Gelegenheit, frische Energie zu tanken – viele zieht es dabei, wie könnte es anders sein, natürlich selbst aufs Wasser.

So wird etwa unser Kollege Lennard gemeinsam mit dem Team rund um Gordon Nickel auf der dänischen XR41 „Dixi 5“ bei der ORC-Weltmeisterschaft in Tallinn antreten. Der Probelauf auf der Kieler Woche endete mit einem starken dritten Platz – eine hervorragende Ausgangslage für das kommende Großereignis.
Gleichzeitig vertritt Klaas die Segelwerkstatt Stade bei der Deutschen Meisterschaft der Drachen in Niendorf. Das Team blickt mit hohen Erwartungen auf das Event und hofft auf eine Platzierung auf dem Podium – wir drücken natürlich fest die Daumen!

Auch alle weiteren Teammitglieder verbringen ihre freie Zeit auf dem Wasser – ob auf Regatten, entspannten Törns oder beim Erkunden neuer Reviere. Wann genau unsere Betriebsferien stattfinden, teilen wir Ihnen in unserem nächsten Wochenbericht mit.

Bis dahin wünschen wir allen Kundinnen und Kunden einen herrlichen Sommer voller Wind in den Segeln und unvergesslicher Momente auf dem Wasser!

Made in Stade

Made in Stade

„Made in Stade“ statt billiger Asien-Import: Diese Segel setzen Maßstäbe

Stader Tageblatt

Lena Stehr vom Stader Tageblatt war bei uns zu Besuch und hat sich unsere Segelwerkstatt genau angesehen. Daraus entstanden ist ein toller Bericht welcher unter folgendem Link zu finden ist: Link zum Stader Tageblatt

Zusammenarbeit

Zusammenarbeit

Diese Woche freuen wir uns, eine neue Kooperation bekanntzugeben!

Zusammenarbeit

Die Segelwerkstatt Stade GmbH arbeitet ab sofort mit Lea Rambadt, Segelmachermeisterin aus Rendsburg, zusammen. Lea ist spezialisiert auf die Fertigung und den Vertrieb von hochwertigen Segelkleidern, Verdecken und Kuchenbuden. Durch ihre langjährige Erfahrung und ihr handwerkliches Geschick steht sie für Qualität, Passgenauigkeit und individuelle Lösungen rund ums Boot.

Wie ist der Ablauf?

Die Auftragsabwicklung erfolgt dabei vollständig über die Segelwerkstatt Stade – von der Kundenberatung über die Planung bis hin zur Übergabe. Musteranfertigung und Produktion werden direkt von Lea in Rendsburg übernommen, sodass kurze Wege und eine hohe Qualität gewährleistet sind. Die kurzen Distanzen ermöglichen eine enge Abstimmung und zügige Umsetzung auch bei komplexeren Projekten. So können wir unser Angebot im Bereich Yachtzubehör gezielt erweitern und unseren Kunden noch individuellere Lösungen bieten.

Darüber hinaus sehen wir großes Potenzial für gemeinsame Entwicklungen und neue Ideen, die aus dieser Partnerschaft hervorgehen können. Erste Kundenaufträge sind bereits abgeschlossen– ein vielversprechender Start!

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Kurs und viele spannende Projekte!

Weltweit unterwegs

Weltweit unterwegs

Das Aufmaß am Schiff und der Kontakt mit dem Kunden ist uns sehr wichtig, egal ob in Hurghada, Portimao oder Athen

Diese Woche stand ganz im Zeichen internationaler Projekte und spannender Herausforderungen. Unsere Arbeit als Segelmacherei endet nicht in der Werkstatt – oft führt sie uns um die ganze Welt, um direkt bei unseren Kunden vor Ort zu sein. Der persönliche Kontakt, die präzise Vermessung der Schiffe und die individuelle Beratung sind essenziell, um perfekte Segel für jeden Einsatzbereich zu fertigen.

Langlebiger Einsatz in der Sonne

Aktuell befinden wir uns in einem Projekt bei dem wir Segel nach Afrika schicken, genauer gesagt nach Ägypten. Dort arbeiten wir an zwei außergewöhnlichen Projekten: Zwei große Katamarane, einer mit 64 Fuß, der andere mit 74 Fuß Länge, benötigen neue Segel. Solche Großprojekte erfordern höchste Präzision, da gerade bei Multihulls die Balance zwischen Performance, Haltbarkeit und Handling entscheidend ist. Der Kunde verchartert seine Schiffe und somit sind die Segel an 340 Tagen im Einsatz. Dass in diesem Fall Hydranet Radial von Dimension Polyant eingesetzt wird, steht außer Frage.
Die Vermessung dieser Yachten erfolgt direkt vor Ort, da kleinste Abweichungen große Auswirkungen auf die spätere Passform und Performance der Segel haben können. Mit modernster Technik und jahrelanger Erfahrung stellen wir sicher, dass unsere Segel perfekt auf die jeweiligen Rigs und Segelpläne abgestimmt sind. Darüber hinaus beraten wir Sie hinsichtlich Materialwahl, Schnitten und individuellen Anpassungen, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Kommunikation vor Ort

Neben der technischen Seite ist auch der direkte Austausch mit den Eignern und Crews ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Oft ergeben sich neue Ideen und Optimierungen erst im Gespräch, wenn die spezifischen Bedürfnisse und Einsatzgebiete der Yachten genau analysiert werden. So entstehen maßgeschneiderte Lösungen, die über die reine Fertigung hinausgehen und einen echten Mehrwert bieten.

Weitere Projekte

Neben unserem aktuellen Projekt in Ägypten waren wir kürzlich auch in Griechenland und Portugal unterwegs, um Segel zu vermessen und Sie direkt vor Ort zu betreuen. In Griechenland arbeiteten wir an einer Oceanis 50, während wir in Portugal eine Amel 54 vermessen und Segel gebaut haben. Viele unserer Kunden sind auf der ganzen Welt unterwegs, insbesondere diejenigen, die sich auf Langfahrt befinden. Diese Reisen ermöglichen es uns, eng mit Ihnen zusammenzuarbeiten und Ihre individuellen Anforderungen bestmöglich umzusetzen.

Unsere internationale Arbeit bringt uns immer wieder an faszinierende Orte, doch egal ob in Ägypten, Griechenland, Portugal, Europa oder auf der anderen Seite des Globus – unser Anspruch bleibt derselbe: Hochwertige Segel, perfekter Service und zufriedene Kunden. Wir freuen uns auf die kommenden Projekte und halten Sie weiter auf dem Laufenden!

Bis zur nächsten Woche, Ihr Team der Segelwerkstatt Stade GmbH

Tipps für neue Segel

Tipps für neue Segel

Bei uns ist im Winter Hochbetrieb und es werden viele neue Segel hergestellt. Aber wie behandle ich eigentlich die neue Tücher auf dem Schiff?

Wenn Sie ein neues Segel von uns aus der Segelwerkstatt Stade erhalten, können Sie sicher sein, dass diese Segel aus besten Segeltuch hergestellt sind. Seit mehreren Jahrzehnten verarbeiten wir ausschließlich Erste-Wahl-Segeltücher vom besten Tuchlieferanten, Dimension-Polyant in Krefeld. Unsere Beratung und Segeltuch-Empfehlung zielt darauf ab, Ihnen ein Segel an Bord zu geben, das einen hohen Vortrieb erzeugt und möglichst viele Seemeilen ein 1A Segel bleibt. Insbesondere für Handhabung und Pflege von gewebten Polyestersegeln an Bord haben wir Ihnen einige Tipps niedergeschrieben.

Zusammenlegen der Segel

Zum Bergen, oder wenn sie zum Winterlager abgeschlagen werden, sollten Segel locker zusammengefaltet in einem geräumigen Sack gestaut werden. Wird das Tuch in zu kleine Segelsäcke gepresst, können starke Knickfalten entstehen, die die Formstabilität des Profils schwächen. Segel sollten so breit wie möglich – d. h. mindestens in ein Meter breiten Bahnen zusammengelegt werden. Am besten geschieht dies parallel zum Achterliek, um es möglichst wenig zu knicken. Hart ausgerüstete Segel werden am schonendsten behandelt, wenn man sie aufrollt. Auch Spinnaker sollten nicht längere Zeit in ihren Sack gestopft werden. Am besten breitet man das Tuch glatt aus, faltet das Segel einmal zusammen, indem man beide Schothörner aufeinander legt und staut es dann wie üblich in mindestens ein Meter breiten Bahnen zusammengelegt an einem trockenen Ort.

Verstauen der Segel

Versuchen Sie bitte die Segel immer trocken zu lagern. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Stauraum möglichst gut belüftet ist. Sonst können sich hässliche Stockflecken bilden.

Aufrollen der Segel für Rollreffanlagen

Rollen Sie bitte das Tuch nie zu fest auf. Es können sonst Knickfalten entstehen, die im Laufe der Zeit das Harz aus dem Gewebe brechen, es schwächen, so dass die Eigenschaften des Tuches darunter leiden. Solche Falten bilden sich auch, wenn das Vorstag durchhängt. Eine gute Abhilfe gegen die Falten beim Aufrollen bildet auch eine elliptische Vorlieksdopplung. Diese sorgt dafür, dass das bauchige Segel nicht um eine zylindrische sondern um eine kegelförmige Vorstagform aufgerollt wird. Außerdem sollte man unbedingt darauf achten, dass sich das Schothorn im Starkwind nicht losarbeiten und schlagen kann. Deshalb sichert man es nicht nur mit den Schoten, sondern auch durch zusätzliche Zeisige

Zum aufgerollten Segel

Wenn Sie das Segel am Abend nach dem Segeln oder gar über die Woche angeschlagen lassen wollen, schützen Sie das Segel am Liegeplatz stets durch den besten UV-Schutz. Wir empfehlen hier Marine Shield, das den Segelstand nicht beeinflusst und den besten UV-Schutz gewährleistet. Natürlich ist in einigen Fällen auch der aufgenähte UV-Schutz sinnvoll, darüber ist vor dem Kauf des Segels zu sprechen. Wie jedes andere Tuch auch, sollte man Rollsegel nicht unnötig schädlichen Umwelteinflüssen aussetzen. Nicht vergessen: Die meisten Segel müssen neu bestellt werden, weil sie durch die UV-Strahlung zerstört wurden.

Zum Abrollen einer Rollgenua

Natürlich soll eine Rollgenua nicht „Vor dem Wind“ abgerollt werden. Genau so falsch ist es genau im Wind zu stehen, wenn das Segel ausgerollt wird. Das Segel würde dann stark gegen den Mast schlagen. Es gibt keine sicherere Art ein Segel zu ruinieren.

Zum Entfernen von Schmutz und Stockflecken

Spritzen Sie bitte das Segel regelmäßig mit Süßwasser ab, um es von Salz zu befreien. Stockflecken sollten umgehend beseitigt werden. Man behandelt sie am schonendsten mit milder Chlorlösung (etwa 1%): Zuerst werden die betroffenen Stellen etwa zwei Stunden lang eingeweicht und anschließend mit klarem Wasser und einer weichen Bürste geschrubbt. Öl- und Fettflecken lassen sich, z. B. mit einem Fleckenentferner wie “K2r-Spray”, einem milden Lösungsmittel oder Testbenzin entfernen. Rostflecken kann man leider nie wieder ganz entfernen.

Zur Handhabung des Segels

Die Lebensdauer der Vorsegel lässt sich stark beeinflussen, wenn Sie sich an die mit uns vor der Fertigung besprochenen Windstärkenbereiche halten. Vor allem in unsicherer Wetterlage sollte man auf der Hut sein: Eine harte Gewitterbö kann bereits ausreichen, um das mit viel Aufwand eingebaute Profil der neuen Leichtwettergenua zu ruinieren.

Lassen Sie nie die Dirk am Achterliek schamfilen und holen Sie beim Bergen das Segel niemals am Achterliek. Kontrollieren Sie vor dem Setzen, ob das Cunningham und das Reffbändsel auch wirklich ganz gelöst sind. Holen Sie das Vorliek nur soweit durch, bis die Querfalten gerade verschwunden sind. Setzen Sie die Liekleine nur dann und nur soweit durch, bis das Vibrieren oder Schlagen gerade aufhört. Sonst hat diese Leine keine Funktion. Bevor Sie eine Rollgenua aufrollen, sollten Sie die Achterliekleine immer lösen.

Zu den Holepunkten bei Rollreffanlagen

Bitte vergessen Sie nicht, nach dem Reffen oder Ausrollen die Holepunkte des Segels auch entsprechend zu verschieben. Geschieht dies nicht, verhindert der falsche Zugwinkel der Schot den richtigen Stand des Segels. Nach dem Reffen hat dies beispielsweise zur Folge, dass das Unterliek überdehnt wird, während das Achterliek zu stark twistet (verwindet) und zu schlagen beginnt. Das Segel kann nicht mehr optimal ziehen und verschließt frühzeitig.

Ein Wort zum Schluss

Bitte denken Sie daran, dass Schäden am Tuch fast immer auf falsche Behandlung des Segels zurückzuführen sind. Vor allem wenn man das Segel schlagen lässt, es ständig der UV-Strahlung aussetzt oder unsachgemäß verstaut.

Der Unterliekstrecker

Der Unterliekstrecker

Wie bediene ich den Unterliekstrecker des Großsegels richtig?

Zum Berufsbild des Segelmachers gehört es auch, regelmäßig mit den Eignern unserer Segel an Bord ihrer Yachten zu gehen und einen Trimmschlag „vor der Haustür“ zu machen.
Ein Nebeneffekt ist dabei, dass man viele unterschiedliche Arten von Segeltrimm, Bootsführung, Seemannschaft und Verhaltensweisen an Bord von Yachten kennenlernt. Oft lernen auch wir kleine Tricks dazu oder sehen etwas Neues.

Häufiger ist es so, dass immer die gleichen Dinge beim Segeltrimm von uns erklärt werden müssen. Das machen wir natürlich gerne, ist es doch unser Anliegen das Sie den optimalen Vortrieb aus Ihren SEGELWERKSTATT Segeln heraus „kitzeln“.
Ein schönes Beispiel für immer wiederkehrende Trimmeigenarten ist der Unterliekstrecker, hier besteht doch bei vielen Seglern eine gewisse Unsicherheit wie dieser „Gashebel am Großsegel“ eingesetzt werden sollte.
Oft sehen wir hier auf einem tiefen aber eben nicht genau „vor dem Windgang“ ein maximal gestrecktes Unterliek, als Begründung wird dann oft die maximale projizierte Fläche angeführt. Eben so gerne wird, besonders bei wenig Wind, auf den „am Windkursen“ das Unterliek leicht rund getrimmt.
Selbstverständlich gibt es bei dem Segeltrimmen mit dem Unterliekstrecker genau so viele Unterschiede wie bei allen anderen Trimmhilfen. Diese leiten sich aus den Eigenarten der Yacht, den Wind- und Wellenverhältnissen sowie dem Segelschnitt ab.
Doch es gibt auch klare Grundsätze die man immer als Basis für den Segeltrimm einsetzen sollte. Bezogen auf den Unterliekstrecker gelten folgende Grundregeln:
– Im Zweifel ist der Unterliekstrecker hart durchgesetzt. Er wird erst bedient
wenn alle anderen Trimmhilfen eingestellt sind.
– An der Kreuz ist das Unterliek immer flach getrimmt, auch bei sehr wenig Wind. Der Grund liegt im induzierten Widerstand, einfach ausgedrückt kann man sagen: je mehr Profil am Unterliek gefahren wird, desto mehr Druckausgleich von Lee nach Luv wird erzeugt. Genau diesen Druckausgleich wollen wir aber an der Kreuz nicht haben. Segeln wir doch nur effektiv wenn wir einen Druckunterschied zwischen den beiden Seiten des Segels aufrechterhalten.
– Auf Reachgängen mit einem Windeinfallswinkel von 60° bis 150° wird das Unterliek leicht geöffnet. Bei einem Großsegel mit 3m Unterlieklänge wird der Strecker 1,5 bis 2cm gefiert. Bei Großsegeln mit 5m Unterlieklänge ca. 3 bis 3,5cm. Also in der Summe sehr wenig, dabei wird nicht nur das Speedometer beobachtet sondern der Rudergänger achtet auch sehr genau auf den ggf. zu nehmenden Ruderdruck.
– Genau „vor dem Wind“, also bei einem Windeinfallswinkel von 165° bis 180° wird der Unterliekstrecker wieder hart zugesetzt. Doch wann segelt man solche Kurse wenn man schnell sein will?

Bei diesen Varianten ist es übrigens völlig belanglos ob das Großsegel mit einem frei fliegenden Unterliek oder einem Shelffoot ausgerüstet ist. Selbst durch umfangreiche Testreihen konnten wir bisher nicht feststellen, welches der beiden System mehr Vortrieb bietet.

Ihre Segelwerkstatt Crew

Der Cunningham

Der Cunningham

Heute gehen wir im Detail auf die Funktionsweise des Cunninghams ein

Wieso benutzt man den Cunningham?

In dieser Woche beschäftigen wir uns in der Segelwerkstatt Stade mit der Analyse der Auswirkungen des Cunningham auf die aerodynamischen Eigenschaften eines Großsegels. Ziel der Bedienung des Cunninghams ist es, die Performance-Optimierung durch gezielte Trimmmaßnahmen weiter zu verfeinern, insbesondere im Hinblick auf verschiedene Windstärken und Segelmaterialien. Durch das Ansetzen des Cunningham wird das Vorliek des Großsegels stärker gespannt, wodurch die Profiltiefe verringert und der tiefste Punkt des Segelprofils nach vorne verlagert wird. Dies resultiert in einer Reduktion des induzierten Widerstands und einer Erhöhung der laminaren Strömung, wodurch insbesondere bei zunehmendem Wind die Bootsgeschwindigkeit optimiert wird.

Wie wendet man den Cunningham an?

In leichten Windverhältnissen bis 8 Knoten ist es entscheidend, den Cunningham weitgehend entspannt zu lassen, um ein maximales Profil für erhöhten Vortrieb zu bewahren. Bei mittleren Windstärken zwischen 10 und 18 Knoten ist eine progressive Spannung des Cunningham erforderlich, um das Strömungsabrissrisiko am Achterliek zu minimieren und das Segelprofil effizienter zu gestalten. Bei starkem Wind über 20 Knoten hilft eine konsequente Nutzung des Cunningham, den Druckpunkt des Segels nach vorne zu verlagern, um das Krängen des Bootes zu reduzieren und die Riggbelastung gleichmäßiger zu verteilen. Die Effektivität des Cunningham ist stark abhängig vom verwendeten Segeltuch. Moderne Laminatsegel mit hohem Formstabilitätsgrad profitieren von feindosierten Anpassungen, während Dacron-Segel tendenziell stärkere Justierungen erfordern. Die Abstimmung mit weiteren Trimmeinrichtungen wie Achterstag und Unterliekstrecker ist essenziell, um ein homogenes Zusammenspiel der Profilanpassungen zu gewährleisten.

Erfahrungswerte

In den letzten Jahren haben wir festgestellt, dass der optimale Einsatz des Cunningham maßgeblich von der Mastbiegung und den spezifischen Eigenschaften des Riggs beeinflusst wird. Insbesondere auf Booten mit flexiblen Carbonmasten zeigt sich, dass der Cunningham nicht isoliert betrachtet werden sollte, sondern stets in Kombination mit Achterstagspannung und Vorstagdurchhang justiert werden muss. Eine dynamische Trimmstrategie, die eine Anpassung des Cunningham während Windböen berücksichtigt, hat sich als besonders effizient erwiesen, um konstante Höhe am Wind und gleichmäßige Bootsbalance sicherzustellen.
Die fundierte Nutzung des Cunningham ermöglicht es, das aerodynamische Potenzial des Großsegels voll auszuschöpfen und unter verschiedenen Bedingungen eine optimale Leistung zu erzielen. Besonders in Regatta-Szenarien kann eine präzise Einstellung erhebliche Vorteile in Bezug auf Bootsstabilität, Geschwindigkeit und Manövrierbarkeit bringen.