Sprayhoods und Kuchenbuden

Sprayhoods und Kuchenbuden

Sprayhoods und Kuchenbuden: Produktion von Verdecken wieder erfolgreich in unser Angebot aufgenommen

Hohe Qualität

Seitdem unser langjähriger Mitarbeiter Volker nach mehr als zehn Jahren engagierter und hochwertiger Arbeit in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, haben wir die Sparte der Verdecke in unserem Betrieb zunächst nicht weitergeführt. Volker hat über viele Jahre hinweg qualitativ äußerst hochwertige Sprayhoods und Kuchenbuden angefertigt, sodass für uns von Anfang an klar war, dass wir diesen Bereich nur dann wieder anbieten möchten, wenn wir den gleichen hohen Qualitätsstandard gewährleisten können.

Verdecke neu im Programm

Lange Zeit war es daher ruhig in diesem Bereich. Seit einigen Monaten können wir jedoch mit großer Freude berichten, dass wir wieder Sprayhoods und Kuchenbuden anbieten. Seit nunmehr knapp einem halben Jahr läuft die Produktion wieder erfolgreich an. Gemeinsam mit Lea haben wir begonnen, Verdecke anzufertigen, und konnten in den vergangenen Monaten bereits mehr als ein Dutzend Sprayhoods und Kuchenbuden bauen.
Wir sind von der Qualität der Arbeiten begeistert und freuen uns sehr über die positive Entwicklung dieser Sparte. Besonders erfreulich ist das durchweg sehr positive Feedback unserer Kundinnen und Kunden, das uns in unserem Anspruch und unserer Arbeit bestätigt. Es ist schön zu sehen, dass wir an frühere Erfolge anknüpfen können und dieser Bereich wieder zu einem festen und geschätzten Bestandteil unseres Angebots geworden ist.

Wenn Sie auch Interesse an einem Verdeckt haben, melden Sie sich gerne jederzeit bei uns.

Was machen wir eigentlich im Winter?

Was machen wir eigentlich im Winter?

Was läuft während des Winterbetriebes bei uns in der Segelwerkstatt Stade?

Viele neue Segel entstehen

Die Wintermonate sind für die Segelwerkstatt Stade traditionell eine der arbeitsintensivsten Zeiten des Jahres. Während draußen Schnee, Frost und kurze Tage das Bild bestimmen, herrscht in der Werkstatt reger Betrieb. In dieser Phase werden die Grundlagen für die kommende Segelsaison gelegt – mit viel Handarbeit, Präzision und Leidenschaft.

BOOT 2026

Ein besonderer Schwerpunkt der vergangenen Wochen war die BOOT Düsseldorf, die wir erfolgreich abschließen konnten. Die Messe bot zahlreiche Gelegenheiten für intensive und konstruktive Gespräche mit bestehenden Kunden, neuen Interessenten sowie Partnern aus der Branche. Der persönliche Austausch, das direkte Feedback und die konkreten Projektanfragen haben erneut gezeigt, wie groß das Interesse an hochwertigen, individuell gefertigten Segeln ist. Die Messe war damit nicht nur anstrengend, sondern auch sehr wertvoll und richtungsweisend für die kommende Saison.

Die Produktion läuft weiter und es wird gesegelt

Parallel zur Messezeit lief die Produktion in der Werkstatt ununterbrochen weiter. Der Winter ist die Phase, in der besonders viele Segel fertiggestellt werden. Das bedeutet lange Tage, hohe Konzentration und eine enge Abstimmung innerhalb des Teams. Aktuell bewegen sich die Lieferzeiten im Bereich Juli bzw. Sommer, was die hohe Auslastung und die starke Nachfrage deutlich widerspiegelt.

Ein weiteres Highlight der letzten Wochen war das Probesegeln von Klaas auf der JV 43. Die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen fließen direkt in die Weiterentwicklung und Feinabstimmung unserer Segel ein. Solche Tests unter realen Bedingungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Qualitätsarbeit und tragen dazu bei, unsere Produkte kontinuierlich zu optimieren.
Trotz winterlicher Bedingungen arbeitet das gesamte Team der Segelwerkstatt Stade mit großem Einsatz daran, alle Aufträge termingerecht und in gewohnt hoher Qualität umzusetzen. Während draußen der Winter Einzug gehalten hat, entstehen in der Werkstatt bereits die Segel, mit denen unsere Kunden in der kommenden Saison sicher, schnell und mit Freude unterwegs sein werden.

BOOT 2026

Auch wir sind wieder bei der größten Wassersportmesse der Welt dabei!

BOOT 2026

Ab Samstag dem 17. Januar öffnen die Tore der Messehallen in Düsseldorf und wir freuen uns wieder dabei sein zu dürfen. Die BOOT wird für neun Tage Mittelpunkt der maritimen Welt und wir sind mit unserem Stand mittendrin. Täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr freuen wir uns auf Besuch um über neue Projekte und interessante Segel zu sprechen. Zu finden sind wir in Halle 10 auf Stand G59.

Kommen Sie gerne vorbei um bei einem Kaffee und mit viel Zeit über Ihre neuen Segel zu sprechen!

Refit Center Bühne

In diesem Jahr werden wir zudem täglich im Rahmen des Refit Centers unter dem Motto “Segelreparatur für jedermann” erklären wie man kaputte Segel auf Langfahrt repariert. Dafür reichen zunächst Bordmittel welche wir ebenfalls vorstellen. Die Vortragsreihen werden mit einem anschließendem Workshop gepaart, sodass man für die nächste lange Reise gut vorbereitet ist.

Die Bühne des Refit Centers liegt in Halle 11 und ist kaum zu verfehlen.

Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zu den Vorträgen

Weihnachtsurlaub

Weihnachtsurlaub

Über Weihnachten stehen bei uns die Maschinen still. Wir sind im Urlaub!

Auszeit

Nach einem erfolgreichen Jahr 2025 mit vielen interessanten Projekten gönnen wir uns zwei Wochen Betriebsferien. Wir sind am 05. Januar 2026 wieder im Einsatz und dann geht die Produktion der Segel weiter. Zudem bereiten wir uns dann auch schon auf die BOOT in Düsseldorf vor. Wir wünschen allen Seglern und Seglerinnen eine besinnliche Weihnachtszeit und gute Erholung!

Die Bedienung eines Code Zeros

Die Bedienung eines Code Zeros

Wie funktioniert das Handling eines Code Zeros mit kleiner Crew?

Nach unserem letzten Wochenbericht erreichte uns viel Feedback zum Code Zero. Daher möchten wir in diesem Wochenbericht einmal ausführlich darauf eingehen, warum der Code Zero ein ideales Segel für diese Crewgröße ist, was beim Einsatz zu beachten ist und wie Sie das Segel sicher und effizient bedienen.

Warum ein Code Zero für Zweiercrews so geeignet ist

Der Code Zero hat seinen Ursprung im Regattasport, wird heute jedoch auf Fahrtenyachten aller Größen eingesetzt – und das hat gute Gründe. Das Segel ist ein echter Allrounder, der speziell bei Leicht- bis Mittelwind enorme Vorteile bringt, ohne dass er Handling kompliziert macht. Gerade Seglerinnen und Segler, die nur zu zweit unterwegs sind, profitieren von einem Segel, das sich vom Cockpit aus bedienen lässt, ohne dass eine Person nach vorne auf das Vorschiff muss.
Im Gegensatz zum Gennaker oder Spinnaker, die häufig per Bergeschlauch gesetzt werden oder zusätzlichen Platz auf dem Vorschiff benötigen, kann der Code Zero vollständig über ein Furlingsystem kontrolliert werden. Diese Rollmechanik sorgt dafür, dass das Segel schnell einsatzbereit ist – und genauso schnell wieder verschwinden kann, wenn der Wind zunimmt oder die Bedingungen unruhiger werden.

Montage und Vorbereitung – entspannter Start aus dem Cockpit

Für Zweiercrews empfiehlt sich das Setzen bereits im Hafen oder im Ankerfeld. Aber bitte beachten, das Segel darf dabei nicht ausrollen. Dafür sorgt der Sperrmechanismus im Furler und / oder das Klett im Schothorn. Das Segel wird dabei:

• Mit dem Furler am Anschlagspunkt vor dem Vorstag angeschlagen,
• Die Schoten am Schothorn befestigt,
• Das Fall am Toppwirbel angeschlagen und hochgezogen,
• und der Code Zero bleibt aufgerollt, bis er benötigt wird.

In dieser Konfiguration kann das Boot problemlos auslaufen; das Segel bleibt sauber aufgerollt und sicher verstaut. Der Vorteil: Niemand muss auf dem Vorschiff arbeiten, während das Boot segelt.
Auch während der Fahrt bleibt die Situation kontrolliert: Das Vorschiff wird nicht betreten, Schoten können im Cockpit vorbereitet und belegt werden. Sobald gewünscht, kann die erste Person die am Steuer ist sich auf den Kurs konzentrieren und die zweite Person kann den Furler mit der Furlingleine entsperren und anschließend die Schot dichtholen. Wichtig ist dabei, dass auf dem Fall eine sehr hohe Spannung und auf der Furlingleine eine hohe Spannung ist, sowohl beim Ausrollen, beim Segeln, als auch beim Einrollen.

Für kleine Crews ist dies ein großer Sicherheitsvorteil: Keine hektischen Manöver, keine Wege nach vorne an Deck, und keine unkontrolliert schlagenden Segelbahnen.

Bergen – in wenigen Sekunden sicher eingerollt

Auch beim Bergen zeigt der Code Zero seine Stärken. Sobald der Wind zunimmt oder das Segel nicht mehr benötigt wird, genügt ein kurzer Hinweis vom Steuerstand und die Crew rollt das Segel wieder ein:

1. Person 1 nimmt etwas Geschwindigkeit aus dem Boot und hält den Windwinkel stabil.
2. Person 2 bedient die Rollleine – das Segel wickelt sich straff und sauber um die Antitorsionsleine.
3. Die Schot bleibt leicht auf Spannung, damit das Segel kontrolliert rollt.
4. Die Schot kann sich dabei gerne mehrmals um das Segel drehen, das sorgt für mehr Sicherheit und verhindert ein Ausrollen des Segels.
5. Beide Seiten der Furlingleine sollten auf Spannung sein wenn das Segel aufgerollt ist.
6. Sollte zu viel Wind aufkommen, muss der Code Zero heruntergenommen werden.

Das gesamte Aufrollen dauert nur wenige Sekunden. Ein entscheidender Vorteil, wenn man zu zweit unterwegs ist und plötzlich eine Böe oder unangenehme Welle kommt.

Fazit – ein ideales Segel für die kommende Saison

Der Code Zero ist für viele Fahrtencrews längst zum „Lieblingssegel“ geworden. Er bringt das Boot bei wenig Wind erstaunlich schnell in Fahrt, erweitert das nutzbare Windfenster erheblich und lässt sich gleichzeitig so einfach bedienen, dass zwei Personen jederzeit alles unter Kontrolle haben – ohne Stress, ohne Risiko und ohne Turnerei auf dem Vorschiff.
Gerade jetzt, wo die Segel in der Werkstatt überprüft werden und viele Eigentümer über Neuanschaffungen nachdenken, lohnt sich ein genauer Blick auf dieses vielseitige Segel. Gerne beraten wir Sie persönlich zu Materialauswahl, Größen, Furlersystemen und den Möglichkeiten für Ihr Schiff.

Code Zero vs. Gennaker

Code Zero vs. Gennaker

Code Zero oder Gennaker – Welches Segel passt zu Ihrem Segelstil?

Die Saison neigt sich dem Ende zu: Die Boote werden aus dem Wasser geholt, gereinigt und in den Hallen für das kommende Jahr vorbereitet. Neben den typischen Winterarbeiten – wie Rumpfpflege, Riggkontrollen und technischen Checks – nutzen viele Seglerinnen und Segler diese Zeit, um die eigene Segelgarderobe zu überdenken. Oft zeigt sich im Herbst, dass ein neues Vorsegel sinnvoll wäre.
In den letzten Wochen haben wir besonders viele Anfragen zu Code Zero und Gennaker erhalten. Beide Segel sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden, da moderne Fahrten- und Regattaboote eine breitere Rumpfform besitzen und zusätzliche Vorwindsegel ihnen deutlich mehr Geschwindigkeit ermöglichen.
Eine pauschale Empfehlung, welches Segel „besser“ ist, gibt es jedoch nicht – beide Segeltypen haben unterschiedliche Einsatzbereiche und Stärken. Im Idealfall ergänzen sie sich sogar hervorragend.

Der Code Zero – der vielseitige Allrounder bei Leicht- bis Mittelwind

Der Code Zero wurde ursprünglich im Regattasport entwickelt, um die Lücke zwischen Genua und Gennaker zu schließen. Heute zählt er für viele Fahrten- und Performance-Segler zu den vielseitigsten Segeln an Bord.
Großer Vorteil: sehr hoch am Wind fahrbar
Bei Leichtwind lässt sich ein Code Zero erstaunlich hoch am Wind fahren – oft bis zu 50–60 Grad wahrer Windwinkel, bei manchen Yachten sogar noch höher. Damit bietet er deutlich mehr Vortrieb als eine Genua, ohne dass man ein klassisches Leichtwindsegel setzen muss.

Bei 8–10 Knoten beginnt der Code Zero richtig zu arbeiten, und je stärker der Wind wird, desto tiefer lässt er sich fahren – häufig bis etwa 100–120 Grad TWA.
Ab etwa 12–14 Knoten wahren Windes ist jedoch Schluss. Die Kräfte am Segel und am Ruder steigen dann so stark an, dass Material und Handling unnötig belastet würden.
Der Code Zero eignet sich ideal für:
• Bis 12 Knoten Wind
• Kurse von Amwind über Halbwind bis leicht achterlich
• Crews, die ein unkompliziertes Handling wünschen

Stabiles Laminat mit hoher Formtreue:
Gefertigt wird der Code Zero meist aus Laminat mit:
• Aramidfasern
• einer Taffeta-Schutzlage

Das Flächengewicht liegt typischerweise bei 90–110 g/m² – deutlich stabiler als Nylon, aber noch sehr leicht. Diese Materialkombination sorgt für hohe Formstabilität und Langlebigkeit, was besonders bei höheren Lasten wichtig ist.

Der größte praktische Vorteil:
Der Code Zero wird fast immer auf einem Furler gefahren.
Dadurch können Sie das Segel:
• direkt vom Cockpit bedienen und furlen
• sicher bergen
• schnell ein- und ausrollen

Gerade bei kleiner Crew – oder bei Seglerinnen und Seglern, die Wert auf Komfort und Sicherheit legen – ist das ein entscheidender Pluspunkt.

Der Gennaker – maximales Leichtwindsegel für tiefe Kurse

Im Gegensatz zum vielseitigen Code Zero ist der Gennaker ein reines, großflächiges Leichtwindsegel, das besonders auf tiefen Kursen seine Stärken zeigt.
Große Segelfläche = starke Leistung bei Schwachwind

Durch seine bauchige Form und die deutlich größere Fläche erzeugt der Gennaker schon bei sehr geringem Wind enormen Vortrieb.

Ideal ist er ab einem TWA von etwa 130–160 Grad, wo er kein anderes Segel in seiner Effizienz übertreffen kann.

Ultraleichtes Material:
Ein Gennaker wird aus Nylon gefertigt, typischerweise mit 50–60 g/m² Flächengewicht.
Das macht ihn:
• extrem leicht
• sensibel für sehr schwache Winde

Daher ist ein Gennaker ein perfektes Segel für Vorwindpassagen oder leichte Sommerwinde.
Handling: klassisch oder modern
Beim Setzen und Bergen haben Sie zwei Optionen:
1. Bergeschlauch – die klassische, sehr kontrollierte Methode
2. Furlersystem – moderner, erfordert jedoch:
o eine Antitorsionsleine
o etwas höhere Investition

Mit Furler steigt der Bedienkomfort deutlich, allerdings wird das gesamte System dadurch etwas teurer und aufwendiger als beim Code Zero.

Fazit: Welches Segel empfiehlt sich für Sie?

• Der Code Zero ist empfehlenswert für Seglerinnen und Segler, die ein breit einsetzbares und sehr einfach zu bedienendes Leichtwind-Allroundsegel wünschen. Er erweitert das nutzbare Windfenster enorm und sorgt auch am Wind für spürbare Beschleunigung.
• Der Gennaker ist die beste Wahl, wenn Sie tiefe Kurse bevorzugen und insbesondere bei wenig Wind mehr Geschwindigkeit wünschen. Durch seine große Fläche ist er das optimale Segel für Vorwindpassagen und echte Leichtwindsituationen.
Viele Crews entscheiden sich letztlich für beide Segel, da sie sich ideal ergänzen:
Mit dem Code Zero decken Sie Am- und Halbwindkurse ab – mit dem Gennaker die tiefen Raumschots- und Vorwindbereiche.

Marine Shield – Update

Marine Shield – Update

Ein Jahr Marine Shield – Erfahrungen und technische Bewertung

Vor genau einem Jahr haben wir auf unserer Internetseite erstmals über das Beschichtungssystem Marine Shield berichtet. Die Einführung markierte einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung unseres UV-Schutzverfahrens für Segel. Zuvor setzten wir die sogenannte Cover-Brush-Technik ein, bei der eine dünne Farbschicht aufgespritzt wurde. Diese Methode bot zwar einen anfänglichen Schutz vor UV-Strahlung, zeigte jedoch nach drei bis vier Jahren deutlich nachlassende Wirkung. Durch die intensive Beanspruchung von Segeln – insbesondere bei Fahrtenyachten – war der Schutzfilm häufig zu dünn, um dauerhafte Resistenz gegen UV-Licht und Witterungseinflüsse zu gewährleisten.
Mit Marine Shield haben wir ein Material gefunden, das in mehreren entscheidenden Punkten überzeugt. Das System basiert auf einer elastomeren Polymerbeschichtung, die nach dem Aushärten eine flexible, gummiartige Schutzschicht bildet. Diese Schicht haftet gleichmäßig auf unterschiedlichsten Gewebestrukturen, sowohl auf Polyester- als auch auf Laminatsegeln. Die hohe Elastizität des Materials verhindert Rissbildung selbst bei stark beanspruchten Segeln, etwa durch Faltenbildung oder schlagende Segel im Wind.

Alle Amwindsegel, also Genua1 bis 4, sowie Sturmsegel werden mit drei Schichten Marineshield aufgetragen, Code Zeros werden aufgrund des dünneren Tuches zweimal aufgetragen.

Wenn Sie Fragen zur Verarbeitung oder Anwendung von Marine Shield auf Ihrem Segel haben, melden Sie sich gerne jederzeit bei uns.

Vorteile von Marine Shield

Ein weiterer technischer Vorteil liegt in der chemischen Stabilität der Beschichtung. Marine Shield ist resistent gegenüber UV-Strahlung, Salz, Feuchtigkeit und mikrobieller Belastung. Dadurch wird nicht nur die Lebensdauer des Segels verlängert, sondern auch der Befall mit Grünspan und anderen organischen Ablagerungen effektiv verhindert. Die Schutzwirkung bleibt über viele Jahre erhalten, ohne dass Nachbeschichtungen in kurzen Intervallen erforderlich sind.
Im vergangenen Jahr haben wir in unserer Werkstatt mehrere Farbvarianten verarbeitet, darunter Weiß, Schwarz, Grau und Rot. Alle Varianten zeichnen sich durch eine hohe Pigmentstabilität und gleichmäßige Deckkraft aus. Die Anwendung erfolgt im Spritzverfahren mit einer speziell angepassten Düsentechnik, die eine homogene Schichtverteilung sicherstellt. Nach dem Auftragen erfolgt eine kontrollierte Trocknungsphase, um die Polymerisation der Schutzschicht vollständig abzuschließen.
Je nach Segeltyp unterscheiden wir die Schichtanzahl:
• Amwindsegel (Genua 1–4, Sturmsegel) werden mit drei Schichten Marine Shield beschichtet. Dadurch entsteht ein besonders widerstandsfähiger UV-Schutzfilm, der auch bei langen Einsatzzeiten unter hoher Sonneneinstrahlung stabil bleibt.
• Code Zeros und Leichtwindsegel erhalten zwei Schichten, um die Materialsteifigkeit gering zu halten und gleichzeitig den Schutz zu gewährleisten.
Zahlreiche Segel wurden seither mit Marine Shield ausgeliefert, und das Feedback unserer Kunden ist durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wird die gleichbleibende Flexibilität des Segels sowie das optisch saubere Erscheinungsbild auch nach intensiver Nutzung.

Insgesamt hat sich Marine Shield als deutlich langlebigere und robustere Lösung gegenüber der bisherigen Cover-Brush-Technik erwiesen. Die Kombination aus mechanischer Belastbarkeit, chemischer Beständigkeit und UV-Stabilität macht es derzeit zu einem der zuverlässigsten Beschichtungssysteme für Segel im maritimen Einsatzbereich.

Wenn Sie Fragen zur technischen Verarbeitung, Materialverträglichkeit oder Anwendung von Marine Shield auf Ihrem Segel haben, stehen wir Ihnen gerne jederzeit beratend zur Verfügung.

Wochenbericht aus Oktober 2024

Fallspannung

Fallspannung

Die Fallspannung ist neben der Schotführung der Gashebel für jedes Schiff

Die Bedeutung der richtigen Fallspannung beim Am-Wind-Segeln

Die richtige Fallspannung stellt bei den „Am-Wind-Segeln“ nicht nur eine der wichtigsten Trimmhilfen dar, sie ist die Grundvoraussetzung für ein gut profiliertes Segel. Ein optimal getrimmtes Segel kann nur dann seine volle aerodynamische Leistung entfalten, wenn das Vorliek mit der passenden Spannung getrimmt ist.
Wenn ein Segel konstruiert und hergestellt wird, kann der Segelmacher dem „Flügel“ selbstverständlich nur ein einziges aerodynamisches Grundprofil einarbeiten. Dieses Profil ist so ausgelegt, dass es über den gesamten Windbereich hinweg an Bord durch die richtige Kombination aus Fallspannung, Schotzug und Unterliekspannung an die unterschiedlichen Wind- und Seegangsverhältnisse angepasst werden kann.
In diesem Bericht geht es ausschließlich um den Segeltrimm über die Fallspannung – also den Einfluss, den das Fall auf die Form und Leistung des Segels hat.

Grundstellung beim Setzen des Segels

Wird das Segel gesetzt, sollte das Fall zunächst nur so weit durchgeholt werden, dass alle kleinen Querfalten am Vorliek gerade verschwunden sind. Diese Falten deuten auf zu wenig Spannung hin. Ist das Segel zu stark durchgesetzt, wirkt es dagegen sein Profil verlieren und wie ein Brett darstehen, sodass es keine aerodynamische Strömung entwickelt.
Nun ist der Blick in das Segelprofil entscheidend. Das Segel soll sich vom Vor- zum Achterliek wie folgt ausbilden:
Direkt vom Vorliek aus bildet sich eine deutliche Rundung, die nach etwa 35 bis 40 % der Segelbreite in eine gerade Linie übergeht. Diese Linie verläuft dann bis zum Achterliek. Würde man eine dünne gedachte Sehne vom Achterliek zum Vorliek spannen, wäre das Segeltuch an dem Punkt, an dem die größte Profiltiefe liegt, am weitesten von dieser Sehne entfernt. Diese maximale Profiltiefe sollte sich also bei rund einem Drittel der Segelbreite vom Vorliek befinden.

Einfluss der Fallspannung auf das Segelprofil

• Ist die größte Profiltiefe zu weit achtern, muss die Fallspannung erhöht werden. Dadurch wird das Segel flacher und das Profil wandert nach vorne.

• Liegt die Profiltiefe zu weit vorn und ist die Rundung hinter dem Vorliek zu ausgeprägt, muss das Fall leicht gefiert werden. Das Profil wird dadurch voller und der Segelbauch wandert nach achtern.

Die Fallspannung wirkt somit wie ein „Gashebel“: Mit ihr wird die aerodynamische Effizienz des Segels feinjustiert. Eine korrekte Spannung ist entscheidend für maximalen Vortrieb, gute Höhe am Wind und stabile Balance des Bootes.

Jahreskalender 2026

Jahreskalender 2026

Kalender 2026 – Wir suchen Ihre schönsten Segelbilder!

Segelkalender 2026

Wie in den vergangenen Jahren gestalten wir auch für 2026 wieder unseren beliebten Segelkalender – mit stimmungsvollen Bildern, die Monat für Monat Lust aufs Segeln machen. Der Auswahlprozess läuft bereits auf Hochtouren, doch um den Kalender zu vervollständigen, sind wir noch auf der Suche nach weiteren eindrucksvollen Aufnahmen.

Wenn Sie also aus dieser oder der letzten Segelsaison schöne Fotos Ihres Schiffes „in Action“ haben, senden Sie uns diese gerne per E-Mail an info@segelwerkstatt.de
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Wir freuen uns über jedes eingesandte Bild und wählen anschließend die Motive aus, die es in den Kalender schaffen.

Als kleines Dankeschön erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, deren Bilder eingeschickt wurden, selbstverständlich ein kostenloses Exemplar des fertigen Kalenders.

Wir freuen uns auf viele tolle Einsendungen und bedanken uns schon jetzt herzlich für Ihre Mithilfe!

In eigener Sache

In eigener Sache

Vor kurzem war das Fernsehteam von RTL bei uns im Betrieb und hat einen kleinen Film zu unserem Alltag in der Segelwerkstatt Stade gedreht!

RTL zu besuch

Den vollen Beitrag finden Sie unter folgendem Link: Link zum Film

Wir wünschen viel Spaß beim gucken!