Konvex Main Furling vs. Konventionelles Großsegel

Welches Großsegel passt besser zu mir und meinem Schiff? Ein Rollgroßsegel oder ein konventionelles Gorßsegel?

Rollreffgroßsegel und konventionelle Großsegel im Vergleich

In dieser Woche haben wir uns mit dem Aufbau, der Funktionsweise und den Einsatzbereichen moderner Rollreffgroßsegel sowie konventioneller Großsegel beschäftigt. Besonders im Fokus stand das Konvex Main Furling mit durchgehenden Latten, welches wir seit vielen Jahren im Programm haben und sich bewährt hat. Da wir immer wieder zu beiden Segelarten angesprochen werden, möchten wir die Unterschiede mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteile im praktischen Einsatz zu bewerten.

Das KMF (Konvex Main Furling)

Das Konvex Main Furling wurde entwickelt, um das Setzen und Bergen des Großsegels deutlich einfacher und sicherer zu gestalten. Beim Konvex Main Furling wird das Segel in den Mast eingerollt, während durchgehende Latten die Profiltreue des Segels erhalten. Im Gegensatz zu älteren Rollreffsystemen, bei denen auf Latten verzichtet werden musste und dadurch Leistung verloren ging, ermöglicht dieses System eine wesentlich bessere Segelform. Die durchgehenden Latten stabilisieren das Achterliek, reduzieren Flattern und sorgen dafür, dass das Segel auch bei zunehmendem Wind ein effizientes Profil behält. Gerade für Fahrtensegler, die häufig mit kleiner Crew oder sogar allein unterwegs sind, bietet diese Technik einen hohen Sicherheitsgewinn, da die Segelfläche jederzeit stufenlos aus dem Cockpit gerefft werden kann, ohne dass jemand auf das Kajütdach muss.

Ein weiterer Vorteil des Konvex-Systems liegt in der gleichmäßigen Lastverteilung innerhalb des Segels. Durch die spezielle Schnittführung und die Latten wird das Profil auch im teilgerefften Zustand vergleichsweise gut erhalten. Dabei bilden die einzelnen Latten den jeweiligen Reffpunkt. Dadurch verringert sich der Ruderdruck und das Schiff verliert weniger Höhe am Wind als bei einfachen Rollreffgroßsegeln. Gleichzeitig erhöht sich jedoch die technische Komplexität. Der Mast benötigt ein präzise abgestimmtes Rollsystem, und bereits kleine Bedienfehler oder ein falscher Segeltrimm können dazu führen, dass das Segel beim Einrollen Falten bildet oder sogar klemmt. Deshalb sind eine sorgfältige Wartung der Mechanik sowie eine exakte Fertigung des Segels besonders wichtig. In der Beratung ist für uns wichtig, dass wir vor dem Segelkauf darauf aufmerksam machen, bei Seldén Masten allerdings ist die Mastnutöffnung so groß das wir das Segel ohne Probleme anbieten können.

Konventionelles Großsegel

Ein weiterer Vorteil des Konvex-Systems liegt in der gleichmäßigen Lastverteilung innerhalb des Segels. Durch die spezielle Schnittführung und die Latten wird das Profil auch im teilgerefften Zustand vergleichsweise gut erhalten. Dabei bilden die einzelnen Latten den jeweiligen Reffpunkt. Dadurch verringert sich der Ruderdruck und das Schiff verliert weniger Höhe am Wind als bei einfachen Rollreffgroßsegeln. Gleichzeitig erhöht sich jedoch die technische Komplexität. Der Mast benötigt ein präzise abgestimmtes Rollsystem, und bereits kleine Bedienfehler oder ein falscher Segeltrimm können dazu führen, dass das Segel beim Einrollen Falten bildet oder sogar klemmt. Deshalb sind eine sorgfältige Wartung der Mechanik sowie eine exakte Fertigung des Segels besonders wichtig. In der Beratung ist für uns wichtig, dass wir vor dem Segelkauf darauf aufmerksam machen, bei Seldén Masten allerdings ist die Mastnutöffnung so groß das wir das Segel ohne Probleme anbieten können.
Dem gegenüber steht das konventionelle Großsegel, das nach wie vor als Maßstab für maximale Segelleistung gilt. Diese Bauweise ermöglicht eine sehr präzise Profilgestaltung und bietet uns deutlich mehr Freiheit bei der Konstruktion. Besonders Regattasegler und sportlich orientierte Fahrtensegler profitieren von der höheren Effizienz am Wind und der direkteren Trimmkontrolle. Auch Reparaturen lassen sich häufig einfacher durchführen, da keine aufwendige Rollmechanik vorhanden ist und einzelne Komponenten leichter ausgetauscht werden können.
Allerdings bringt das konventionelle Großsegel auch Nachteile mit sich. Das Bergen des Segels erfordert mehr körperlichen Einsatz und häufig den Gang auf das Vorschiff oder das Kajütdach. Bei starkem Wind kann dies ein Sicherheitsrisiko darstellen, insbesondere wenn nur wenige Personen an Bord sind, besonders wenn gerefft werden muss. Zudem muss das Segel nach dem Bergen ordentlich auf dem Baum gelegt und mit Zeisingen gesichert werden, was zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet. Für Eigner, die hauptsächlich komfortorientiert unterwegs sind, kann dieser Mehraufwand den Segelspaß deutlich beeinflussen.

Fazit

Aus unserer Sicht zeigt sich, dass beide Systeme ihre Berechtigung haben und stark vom Einsatzprofil des Kunden abhängen. Während das Konvex Main Furling vor allem Komfort, Sicherheit und einfache Bedienbarkeit in den Vordergrund stellt, überzeugt das konventionelle Großsegel durch seine hohe Leistungsfähigkeit, den einfacheren Aufbau und die größere Flexibilität bei Reparaturen und individuellen Anpassungen. Moderne Rollreffsysteme haben den früher deutlichen Leistungsnachteil inzwischen erheblich reduziert, erreichen jedoch in den meisten Fällen noch nicht ganz die aerodynamische Qualität eines hochwertigen konventionellen Großsegels.
Die Wahl des richtigen Großsegels hängt nicht allein von der Technik ab, sondern vor allem von den Anforderungen des jeweiligen Seglers. Daher ist uns eine fachgerechte Beratung und eine präzise Verarbeitung wichtig, um sowohl Komfort als auch Leistung optimal miteinander zu verbinden.